Chronik
 
Die Wurzeln unseres Verein liegen in der Trennung der damaligen "DAV-Betriebsgruppe Angeln Paraffinwerk Vowärts Webau". Das war nach der Gründung des DAV. Leider ist aus dieser Zeit wenig bekannt und wenn, hat es wenig Bedeutung für die Entwicklung unseres Vereins, sondern sind es schwache persönliche Erinnerungen. Schriftliche Zeitzeugen waren dazu nicht aufzutreiben. Mit der Teilung der "DAV-Betriebsgruppe Angeln Paraffinerk Vorwärts Webau", im Juni 1962, in zwei Betriebsgruppen, war eigentlich die "Geburt" des "Angelverein Hohenmölsen 1962 e.V." erfolgt.
Damals nannten wir uns noch "DAV-Betriebsgruppe Angeln Webau/Hohenmölsen des Teerverarbeitungswerk Köpsen". Die neue Betriebsgruppe blühte mit ihrem Tatendreang, nämlich Schaffung eines Angelgewässers und Naherholungsgebiet auf.
1963 begannen die Angler von Hohenmölsen, unter den federführenden, leider schon verstorbenen und stellvertretenden Vorsitzenden Heinz Krosse, dessen Idee der "Lange See" war, zu errichten. Mit Unterstützung des Braunkohlenwerkes (BKW) Profen gelang das ehrgeizige Vorhaben, einschließlich der Erstbefüllung.
Fortan hatte der "Lange See" zwei Funktionen zu erfüllen. Erstens war er Angelgewässer und zweitens war er die Notwasserversorgung für das Kraftwerk Wählitz. Später kam noch die Wasserversorgung des Freibades von Hohenmölsen dazu und wurde bis zur Wende genutzt. Der Name "Langer See" stammt vom Sportfreund Fred Heyner, der damals in Wählitz wohnte und aktiv im DAV tätig war. In dieser Zeit lenkte bis 1973 als Vorsitzender, der Sportfreund Gerhard Kühn die Betriebsgruppe H17/2. Damit war ein Kapitel Vereinsgeschichte geschrieben. 1973 wurde Wolfgang Wildt zum Vorsitzenden der Betriebsgruppe H17/2 des Deutschen Anglerverband der DDR gewählt. Die Zahl der Mitglieder überstieg in den Jahren 1974 bis 1976 ein gewisses Potential, welches zum verordneten Aufnahmestop führte und gleichzeitig eine neue Betriebsgruppe ins Leben rief, die "BG Kraftverkehr Hohenmölsen".
Als finanzielle Zuwendung bekam die Betriebsgruppe Angeln des Paraffinwerk Webau, H17/2, jährlich den Betrag von 25,00 M überwiesen.
Die achziger Jahre waren von angelsportlichen Leistungen und Erfolgen geprägt. Unsere Betriebsgruppe stellte 1989, mit Wolfgang Wildt, den letzten Einzelmeister im sportlichen Angeln des KFA Hohenmölsen. In der Mitgliederversammlung im Monat Mai 1990 beschlossen die Mitglieder der Betriebsgruppe die Gründung des "Angelverein Hohenmölsen 1962 e.V.", der am 26.06.1990, unter der Nr. VR 11, als Vereinigung beim damaligen Kreisgericht Hohenmölsen eingetragen wurde.
Im Jahre 1997 kündigte der "Angelverein Hohenmölsen 1962 e.V." seine Mitgliedschaft im "Angelverein Hohenmölsen" (Kreisangelverein) und wurde nach Antragstellung als Mitgliedsverein des LAV-Sachsen-Anhalt im DAV, unter der Mitgliedsnummer 79 aufgenommen. Ein reges Vereinsleben war die Folge, mit vielen Pflichten aber auch mit viel Erfolg in der Entwicklung des Vereins. Im Jahr 2002 wurde eine Vereinsfahne erworben, die beim 1. Fischerfest ihren ersten Auftritt hatte.
Unsere Entwicklung ging weiter. Im Monat März 2005 war es soweit, unsere Homepage"angelverein-hohenmoelsen-1962-ev.de" war fertig und hatte ihren Internetauftritt. Sie wird als Vereins-Homepage rege genutzt.  
Im Juni 2005 feierten wir unseren 43. Geburtstag, ebenfalls mit einem zünftigen Fischerfest.
Aber wie es im Leben so ist, ist nicht immer Sonnenschein und der Himmel verfinsterte sich über dem Langen See und Kiesteich. Am 15.12.2005 erging die Allgemeinverfügung, die das Betreten des gesamten Areals, Kiesteich/Langer-See, verbot. Inhaltlich: "Nach zuletzt von der BIUG GmbH, im Auftrag der LMBV mbH im August 2005 durchgeführten Untersuchungen der Standsicherheit der Böschungen sind Böschungsbewegungen, die auf den Festigkeitsverlust über ehemaligen Tiefbaugelände und dem Wasseranstieg im Tagebaurestloch zurückzuführen sind, als nicht abgeschlossen zu betrachten. Eine ausreichende Böschungssicherheit konnte für die gekippten und gewachsenen Böschungsabschnitte nicht nachgewiesen
werden. Eine Setzungsfließgefahr besteht für die Kippböschungen nicht. Der anstehende Löß- und Geschiebemergel ist wasser und frostempfindlich. Insbesondere in der Frost- und Tauperiode kann dies örtlich in der West- und Ost- und Südböschung zu Abbrüchen führen."- So der Kern der Begründung in der Allgemeinverfügung. Ein harter Schlag für uns, begann doch unser Verein mit der Entstehung des Langen See zu leben.
In der ersten Hälfte des Jahres 2006 wurde eine beschilderte Absperrung mit Schranke am Einfahrtsweg errichtet. Im Oktober des gleichen Jahres wurde begonnen den Langen See, unter der Leitung des LAV -Sachsen-Anhalt, abzufischen. Beim ersten Durchgang am 05.10. 2006 wurden allerdings keine Karpfen gefangen. Aber dafür viele Aale und sieben große Hechte. Eine Schleie und einige Weißfische wurden ebenfalls gefangen. Die Fische wurden aufgeteilt und in die Gewässer Eisensee und Mondsee umgesetzt. Dabei wurden große Blankaale dem Gewässer entnommen, weil diese entwicklungsbedingt sich nicht wieder  fangen lassen, um damit im geräucherten Zustand das Anglervergnügen 2007, unseren 45. Vereinsgeburtstag, zu bereichern.
Im Laufe des Jahres 2006 kauften wir eine Garage, die als Lagerraum dient. Ab Januar 2007 sind wir unter der neuen                                                         Domain
www.angelverein-hohenmölsen-1962-ev.de. im Internet zu erreichen.
Am 08.04.2008 erreichte uns die mündliche Nachricht über den Sanierungsbeginn des Langen See, der noch im Sommer 2008 zu erwarten ist. Die Nachricht stammt vom LAV Sachsen-Anhalt, Bereich Gewässerwirtschaft.
Leider ist uns Art und Umfang der Arbeiten zur Zeit noch nicht bekannt.
Mittlerer Weile schreiben wir das Jahr 2010. Es ist alles beim Alten geblieben. Veränderungen gab es keine, die in der Chronik genannt werden müssten. Selbst die Sanierung des "Langen See" steht noch immer in den Sternen. Die Vorbereitungen zu unserer 50. Vereinsgeburtstagsfeier sind angelaufen. Das erste Ergebnis liegt auf dem Tisch, die neue Vereinsnadel wartet auf ihre Ausgabe für alle Mitglieder zum 50.Geburtstagsfest. Unsere Mitgliederstärke beträgt zur Zeit 61 Angler. 
Der lange Winter 2009/2010 forderte sein Tribut von im
März 2010 geschätzten 500 Kg toten Fischen im Eisenteich. (Gewässer-Nr. 11-241-4)
Da das Gewässer relativ klein und flach ist, hatten die größeren  Fische  keine  Möglichkeit  genügend Sauerstoff zum Überleben zu bekommen. Wir Angler 
konnten nicht auf die Eisfläche weil diese zu dünn war. In einer Mitteilung über den Winterschaden an den LAV Sachsen-Anhalt, wurde unsere Frage nach finanzieller Unterstützung abgelenht.  



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